Skuleskogen Nationalpark

Hallo zusammen,

In der letzten Woche ist jetzt viel los und wir unternehmen auch viel gemeinsam. Deshalb bin ich nicht dazu gekommen, euch über unser letztes Wochenende zu erzählen. Aaaaber jetzt habe ich ein wenig Zeit und sitze auf meinem Balkon bei 20°C und kann tippen.

Wie ihr aus dem Titel vielleicht schon erraten habt, waren wir im Skuleskogen Nationalpark. Der liegt an den Höga Kusten zwei Stunden nördlich von hier. Der Nationalpark ist wunderschön, sehr groß und direkt am Meer gelegen.
Wir sind mit einer Gruppe von 22 Leuten hier in Sundsvall früh morgens los gefahren, weil wir dort übernachten wollten und wir uns Hütten reservieren mussten. Wahrscheinlich könnt ihr es euch nicht vorstellen, aber in dem Nationalpark stehen voll ausgestattete Hütten mit Betten und Kamin und man kann dort vollkommen kostenlos übernachten! Unvorstellbar in Deutschland.

Wir sind also am Samstag morgen los gedüst und einige von uns hatten es ziemlich schwer an diesem Morgen, weil wir den Abend zuvor mit einer Überraschungsgeburtstagsparty verbracht haben. Nach den zwei Stunden Fahrt ging es dann aber allen wieder gut. Im Nationalpark ist kein Strom und auch kein fließend Wasser. Dafür aber an jeder Hütte Feuerstellen, ein Schuppen mit Feuerholz und Äxte, zum Holz spalten. Ebenfalls undenkbar in Deutschland 😀
Aber kein fließend Wasser bedeutet: Wasserflaschen schleppen. Jeder von uns hatte sehr viel zu tragen! Ich hatte einen Schlafsack an meinen Rucksack vorne geschnallt und habe noch eine Isomatte getragen. Der Rucksack war sau schwer und voll mit Essen und Trinken 😀

Und jetzt stellt euch 22 Studenten mitten im Wald vor. Jeder vollgepackt mit Camping Ausrüstung und riesen Rucksäcken bis zum Kinn. Das beste kommt aber noch: Bis zu den ersten Hütten mussten wir 6 km wandern. Und dann noch hoffen, dass diese frei sind. Außerdem brauchen wir mit so vielen Leuten zwei Hütten! 😀 Naja so sind wir also über Stock und Stein immer Richtung Meer gewandert und auch irgendwann angekommen. Glück für uns: beide Hütten, die wir uns vorher raus gesucht hatten waren frei. Schlafplatz gesichert!

So was macht man also den ganzen Tag im Nationalpark bei bestem Wetter? Richtig! Wandern! Wir haben uns ausgesucht zu einer Schlucht zu wandern. Der Weg war nicht wie ein normaler Wanderweg ausgebaut, sondern einfach querfeldein. Aber somit wird es einem auch nicht langweilig. Die Bilder von den Hütten und der Wanderung findet ihr übrigens wieder unten.

Nach 4 Stunden wandern und zurück an unseren Hütten hieß es dann den grill anschmeißen und den Alkohol auspacken. Denn alles was man heute isst und trinkt, muss man morgen nicht zurück schleppen. Schlau wie ein Fuchs!

Einige von uns sind in der NAcht noch schwimmen gewesen, für mich allerdings zu kalt und ich hatte Angst, dass ich in der Nacht dann durchgängig kalt habe 😀 Sandra und ich haben zusammen in einem Bett geschlafen und sind dann morgens nach dem Aufwachen ins Meer gesprungen. Es war sosososososooo kalt 😀 Aber gut um wach zu werden. Nach einem Frühstück am Strand haben wir dann unsere Hütte leer geräumt, weil eine andere deutsche Familie für die nächste Nacht einziehen wollte. Danach sind wir dann zu den anderen gegangen und haben den Tag ausklingen lassen, ein wenig am Strand geschlafen und dann hieß es wieder 6 km zurück und ab ins Auto wieder Richtung Süden nach Hause!

Das Wochenende war wirklich toll! Wir haben das Wochenende quasi als kleinen Abschied genutzt, weil diese Woche und dieses Wochenende schon viele nach Hause fahren. Ein wirklich gelungener Abschied.

Für mich heißt es jetzt aufräumen und schonmal anfangen die Wohnung zu putzen, denn Dienstag muss die Wohnung komplett leer und blitzeblank sein. Ich werde mal mit meinem Zimmer anfangen und schauen wie weit ich komme ohne in Tränen auszubrechen.

Bis dahin genießt die Bilder vom letzten Wochenende, ich melde mich vor unserer Reise am Dienstag nochmal,

Eure Anna ❤